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Konventionelle Histopathologie
Die konventionelle Histopathologie bildet die Grundlage der diagnostischen Pathologie. Untersucht werden formalinfixierte und in Paraffin eingebettete Gewebeproben, die zu dünnen Schnitten verarbeitet und anschließend gefärbt werden.
Die Standardfärbung ist die Hämatoxylin-Eosin (HE)-Färbung.
Damit lassen sich Gewebearchitektur, Zellmorphologie sowie entzündliche und neoplastische Veränderungen beurteilen.
Ergänzend kommen Sonderfärbungen zum Einsatz, die hier beispielhaft genannt werden:
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PAS-Färbung: Nachweis von Glykogen, Muzinen und Basalmembranen
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Elastica-Färbungen (EvG): Bindegewebsfärbung, u.a. Zur Darstellung elastischer Fasern
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Trichrom-Färbung: Differenzierung von Kollagen und Muskel
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Berliner Blau Färbung: Eisen-Nachweis
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Congo-Rot: Amyloid-Nachweis
02
Schnellschnittdiagnostik
Die Schnellschnittdiagnostik ist ein intraoperatives Verfahren zur raschen Beurteilung von Gewebe während einer Operation. Dabei wird frisches Gewebe eingefroren, im Kryostaten geschnitten, gefärbt und unmittelbar mikroskopisch untersucht.
Ziel ist die schnelle Beantwortung klinischer Fragestellungen innerhalb weniger Minuten, beispielsweise:
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Dignitätsbeurteilung eines Tumors
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Beurteilung von Resektionsrändern
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Nachweis von Lymphknotenmetastasen
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Sicherung der repräsentativen Gewebeentnahme
Die Schnellschnittdiagnostik unterstützt somit unmittelbar die chirurgische Therapieentscheidung während der Operation.
03
Immunhistochemie
Die Immunhistochemie basiert auf der spezifischen Antigen-Antikörper-Bindung mit anschließender Visualisierung durch eine Farbreaktion. Die Immunhistochemie dient nicht nur der prädiktiven Therapieplanung, sondern auch der Entitätsbestimmung und Ursprungszuordnung von Tumoren. Insbesondere bei schlecht differenzierten Tumoren oder Metastasen unklarer Herkunft ermöglicht sie die Einordnung anhand charakteristischer Expressionsmuster.
Ein Adenokarzinom der Lunge zeigt typischerweise eine Positivität für TTF-1 und CK7, während ein kolorektales Adenokarzinom meist CK20- und CDX2-positiv ist. Dadurch kann die Primärlokalisation eines Tumors differenziert werden.
Prädiktive Marker
Hormonrezeptoren (ER/PR):
Mammakarzinom und Endometriumkarzinom
→ antihormonelle Therapie
HER2/neu:
Mammakarzinom Mammakarzinom und andere Tumorentitäten
→ Anti-HER2-Therapie
Mismatch Repair Proteine (MLH1, PMS2, MSH2, MSH6): Kolorektales Karzinom, Endometriumkarzinom u.a.:
→ Hinweis auf dMMR/MSI als prognostischer Faktor als auch prädiktiv für die Immuntherapie
Claudin 18.2: Magenkarzinom
→ Als therapeutische Zielstruktur
PD-L1: verschiedene Tumorentitäten (u.a. Mammakarzinom, Magenkarzinom, Urothelkarzinom, Lungenkarzinom)
→ Prädiktiv für die Therapie mit Checkpoint-Inhibitoren
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Molekularpathologie
Die Molekularpathologie untersucht genetische Alterationen und ist zentraler Bestandteil der personalisierten Onkologie.
Durch die Kooperation mit dem MVZ für Histologie, Zytologie und Molekulare Diagnostik Trier können entsprechende molekulare Fragestellungen zügig, umfassend und auf hohem fachlichen Niveau bearbeitet werden.

